Chlamydia Trachomatis
Immunoblotverfahren
Ein Immunoblot (Westernblot) dient zum spezifischen Nachweis eines Antikörpers, also einer Immunantwort eines Patienten.
Der Antikörper des Patienten bindet an elektrophoretisch aufgetrennte Bakterienbestandteile.
Die physiologische Funktion der Ag / Membranproteine ist häufig nicht genau bekannt. Die positiven Banden (=Antikörpernachweis) werden entsprechend ihres Molekulargewichtes in Kilodalton (kD) angegeben.
| Molekulargewicht | Antigen | Bedeutung / Bemerkung |
|---|---|---|
| < 29 kD | LPS (Endotoxin) | Lipopolysacharide, nicht spezifisch für eine Chlamydienspezies |
| 29 kD | Spezifisch | |
| 38 kD | MOMP 1 | Speziesspezifisch, geringe Kreuzreaktion |
| 40 kD | MOMP 1 | Speziesspezifisch, geringe Kreuzreaktion |
| 45 kD | Flagellin | Spezifisch, häufig IgA Antikörper |
| 57 kD | Protein 39 | Spezifisch, häufig IgA Antikörper |
| 60 kD | Heat shock protein | Unspezifisch, aber wichtig zur Erkennung chronischer Stadien |
| 70 kD | Heat shock protein | Unspezifisch, aber wichtig zur Erkennung chronischer Stadien |
| 80 kD | Spezifisch |
Interpretation:
IgA positiv (akuter bis subakuter Infekt) bei Nachweis einer stark positiven MOMP 1 Bande und mindestens einer weiteren spezifischen Bande.
IgG positiv (Serumnarbe, bzw. abgelaufener Infekt) bei stark positiver MOMP 1 Bande und mindestens 2 weiteren spezifischen Banden.
LPS Antikörper : nicht spezifisch.
Heat Shock Protein Antikörper : häufig bei chronischen Stadien nachweisbar. Assoziation zur Tubensterilität beschrieben.


